Eine Brustimplantatoperation wird in der Regel unter Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt. Jede Narkose beinhaltet ein Risiko und Sie sollten daher möglicherweise auftretende Probleme mit dem Anästhesisten besprechen. Der Eingriff dauert in der Regel zwischen 1 und 2 Stunden. Bei manchen Brustimplantatoperationen ist es nicht nötig, über Nacht im Krankenhaus zu bleiben. Operationen werden häufig im Rahmen eines Kurzaufenthaltes in einer Tagesklinik durchgeführt.
Wird im Zuge Ihrer Operation zur Brustvergrößerung auch eine Bruststraffung durchgeführt, werden während des Eingriffs die Brustwarzen versetzt und überschüssiges Gewebe entfernt, um dadurch Ihre Brust in eine höhere Position zu bringen.
Zum Einsetzen der Brustimplantate wird während der Operation ein Hautschnitt durchgeführt und dadurch eine Tasche für das Implantat geschaffen. Die sicherste und am weitesten verbreitete Methode ist die Führung des Hautschnittes entlang der Unterbrustfalte, d. h. dort wo die Brust an der Brustwand ansetzt. Diese Methode ist auch unter der Bezeichnung „inframammärer Schnitt“ bekannt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, anderem den Hautschnitt im Bereich des Brustwarzenhofs zu setzen (periareolär), obwohl dadurch die Empfindlichkeit der Brustwarzen beeinträchtigt werden könnte. Eher selten wird ein Schnitt in der Achselhöhle verwendet. Der Hautschnitt ist in der Regel zwischen 4 und 6 cm lang und die entstandenen Narben sind in den meisten Fällen im Stehen oder Sitzen kaum sichtbar. Die Länge des Hautschnitts und die am besten dafür geeignete Stelle wird unter anderem durch die Größe und Art des Implantats bestimmt.
Nach der Vorbereitung der Tasche wird das Brustimplantat entweder unter dem großen Brustmuskel (submuskulär) oder auf dem Muskel und unter der Brustdrüse (subglandulär) positioniert. Ist die gewünschte Position des Implantats erreicht, wird der Hautschnitt mit Nähten verschlossen. Zusätzlich zu den Nähten kann die Narbe auch noch geklebt werden
Falls Ihr Facharzt für Brustvergrößerungen es für notwendig erachtet, wird Ihnen unter Umständen für einen Tag ein Drainageschlauch gelegt, durch den Blut oder Flüssigkeiten abgeleitet werden, die sich in der Wunde und im Bereich des Implantats ansammeln könnten.