Je nach Art und Umfang der bei Ihnen durchgeführten Brustrekonstruktion können Sie damit rechnen, das Krankenhaus 2-10 Tage nach der Operation wieder verlassen zu dürfen. In einigen Fällen erfordern Rekonstruktionen eine Drainage, um überschüssige Flüssigkeiten aus dem operierten Bereich abzuleiten. Die Drainage-Schläuche werden in der Regel innerhalb der ersten zwei Tage nach der Operation wieder entfernt, müssen aber in seltenen Fällen bis zu zwei Wochen verbleiben. Die meisten Nähte werden nach etwa 14 Tagen entfernt.
Nach jeder Operation brauchen Sie jemanden, der Sie nach Hause bringen kann, denn Sie werden nicht in der Lage sein, Auto zu fahren. Anfänglich wird sich Ihre Brust hart und geschwollen anfühlen. Ihre Brüste werden vermutlich mit einem Verband umwickelt sein, und Sie werden auf Anweisung Ihres Facharzt für Rekonstruktion unterstützende Bandagen oder einen gut stützenden Büstenhalter tragen müssen.
Auch nach Abschluss der Wiederherstellung Ihrer Brust gibt es einige Punkte zu beachten und zu befolgen. Zu allererst sollten Sie Ihren Facharzt für Rekonstruktion nach der Notwendigkeit einer medizinischen Nachbehandlung oder nach möglichen Komplikationen und unerwünschten Ereignissen fragen, die mit der Implantat- oder Lappenoperation in Verbindung stehen können. Sie sollten sich ebenfalls erkundigen, welche Anweisungen Sie während der ersten Monate nach der Brustrekonstruktion befolgen sollten.
Sie müssen Ihren Operateur immer über vorhandene Implantate oder Hautlappen informieren, wenn ein chirurgischer Eingriff oder ein diagnostisches Verfahren im Brustbereich geplant ist. Vor der Verwendung von Cremes oder Salben (z. B. Steroide) im Brustbereich sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Am wichtigsten ist es jedoch, dass Sie Ihren Arzt konsultieren, wenn bei Ihnen der Verdacht auf irgendwelche Komplikationen entsteht, vor allem jedoch im Fall eines Traumas oder einer Quetschung der Brust, wie sie zum Beispiel durch intensive Massage, sportliche Aktivitäten oder durch den Druck des Autogurtes im Falle eines Unfalls verursacht werden können. Es wird empfohlen, dass Sie Ihre Patienten-/Implantatkarte immer bei sich tragen, um im Notfall (z. B. bei einem Autounfall) die medizinische Hilfeleistung zu erleichtern.
Sie sollten auch weiterhin routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Arzt durchführen lassen, um eine mögliche Wiederkehr der Krebserkrankung frühzeitig erkennen zu können. Wenn Sie zu einem Mammografietermin bestellt sind, müssen Sie den Radiologen (den Arzt, der die Röntgenbilder auswertet) und seine Assistentinnen über Ihr Implantat informieren, damit er das Verfahren der Mammografie entsprechend anpassen kann. Dies ist notwendig, da das Vorhandensein eines Implantats oder Gewebelappens die Ergebnisse der Mammografie und anderer diagnostischer Verfahren verfälschen kann. Sogar die Selbstuntersuchung, d. h. das Abtasten der Brust, das Sie regelmäßig durchführen sollten, gestaltet sich nach einer Brustrekonstruktion schwieriger.
Wenn Sie ein Brustimplantat haben, können bei der Bewertung der Mammografie Probleme auftreten, da das Implantat auf dem Röntgenbild als dichter Schatten zu sehen ist. Daher müssen spezielle Techniken eingesetzt werden, um die bestmöglichen Aufnahmen vom Brustgewebe zu erstellen. Dennoch belegen mehrere Studien, dass Frauen mit Brustimplantaten kein höheres Brustkrebsrisiko aufgrund einer möglicherweise späteren Entdeckung eines Tumors haben als andere Frauen.
Das Stillen mit einer rekonstruierten Brust ist normalerweise nicht möglich. Lediglich nach der Wiederherstellung einer teilweise brusterhaltend operierten Brust kann das Stillen in einigen Fällen möglich sein. Wenden Sie sich bitte an Ihren Facharzt für Rekonstruktion, wenn Sie an weiteren Informationen zu diesem Thema interessiert sind.
Obwohl eine wiederherstellende Operation die durch die Mastektomie verloren gegangene Empfindlichkeit nicht wiederherstellen kann, besteht dennoch die Möglichkeit, dass gewisse Empfindungen im Laufe der Zeit wieder zurückkehren. Die meisten Narben der Operation zur Wiederherstellung verblassen deutlich nach 6-12 Monaten; sie können aber auch langfristig deutlich sichtbar bleiben.
Ihre Implantat-/Expander-Operation kann zwischen 1 und 2 Stunden dauern und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Das Narkosemittel verursacht bei Ihnen möglicherweise eine starke Müdigkeit; in der Regel können Patientinnen jedoch noch am selben Tag das Bett verlassen und werden nach wenigen Tagen bereits wieder nach Hause geschickt.
Auf Ihrer Brust werden Sie einen Verband tragen, dessen Art von der Methode Ihres Facharzt für Rekonstruktion sowie der durchgeführten Operation abhängt und der in unterschiedlicher Weise zu wechseln und zu entfernen ist. Möglicherweise werden sich an der Operationsstelle Drainageschläuche befinden. Diese dienen dazu, überschüssiges Blut oder Flüssigkeiten abzuleiten und werden nach einigen Tagen entfernt.
Wahrscheinlich werden Sie sich nach der Operation wund fühlen und Schmerzen empfinden. Ihr Facharzt für Rekonstruktion kann Ihnen Schmerzmittel verschreiben, damit Sie die Schmerzen besser ertragen können.
Ihr Operateur oder eine auf Brusterkrankungen spezialisierte Krankenschwester wird Sie beraten, welchen Büstenhalter Sie zur Stützung Ihrer Brust nach der Operation tragen sollen. Sie werden Ihnen ebenfalls Ratschläge dazu geben, wie Sie sich während des Heilungsprozesses hinsichtlich Bewegungen wie Strecken, Bücken oder Aufheben verhalten sollen.
Es ist ebenfalls wichtig, dass Sie auf Anzeichen einer Infektion achten. Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester, wenn Sie bemerken, dass Ihre Brüste rot und stark geschwollen sind, sich bei Berührung heiß anfühlen oder Sie sich fiebrig fühlen. Sie könnten in diesem Bereich auch eine Ansammlung von Flüssigkeit feststellen. Kleine Mengen an Flüssigkeit können sich von selbst verteilen. Bei größeren Mengen ist jedoch unter Umständen eine ärztliche Behandlung durch den Facharzt für Rekonstruktion in der Klinik erforderlich.
Das Auftragen von Feuchtigkeitscremes auf die entsprechenden Stellen kann den Heilungsprozess fördern und den Zustand der Haut verbessern. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester, wenn Sie an weiteren Informationen zu diesem Thema interessiert sind.